WZ: Rechnungshof übt massive Kritik
6. November 2026
Der Presseclub Concordia hat die Neukonstruktion der Wiener Zeitung als WZ von Anfang an scharf kritisiert. Der Rechnungshof zeigt nun, wie gründlich diese Konstruktion misslungen ist.
Besonders schwer wiegt das vom Rechnungshof aufgezeigte Risiko unmittelbarer staatlicher Einflussnahme. Auch die wirtschaftliche Gebarung wirft gravierende Fragen auf: Der Rechnungshof schließt nicht aus, dass die Mediengruppe ihre Marktaktivitäten teilweise aus Bundesmitteln finanziert hat.
Das ist allerdings nur ein Aspekt der massiven Wettbewerbsverzerrung, vor der wir seit Jahren warnen; sowohl gegenüber anderen Medienunternehmen als auch auf dem Markt für journalistische Aus- und Weiterbildung.
Wir sind nach wie vor überzeugt, dass staatliche Dominanz in diesem Bereich zu hohes Risikopotenzial birgt. Dieser Bericht muss Anlass sein, die Konstruktion von Grund auf zu reformieren. Dabei müssen die journalistische Unabhängigkeit und faire Wettbewerbsbedingungen im Mittelpunkt stehen.

