Gemeinwohlorientierter Journalismus
Journalismus ist eine Grundvoraussetzung demokratischer Gesellschaften. Gerade gemeinwohlorientierte Medienprojekte leisten einen wichtigen Beitrag zu pluralistischer Berichterstattung, investigativer Kontrolle und lokaler Öffentlichkeit.
Die Concordia hält diesen Sektor für sehr relevant und bietet etwa mit ihrem Rechtsdienst Journalismus und ihrem Einsatz für bessere Rahmenbedingungen – von der Reform der Medienförderung bis zum Schutz vor missbräuchlichen Klagen gegen Journalist:innen (SLAPPs) – Unterstützungsangebote. Doch was ist überhaupt gemeinwohlorientierter Journalismus? Als kürzest möglichen Leitsatz definieren wir:
Es geht nicht darum, mit Journalismus Gewinne zu maximieren, sondern darum, mit Gewinnen Journalismus zu maximieren.
Oder ausführlicher: Gemeinwohlorientierter Journalismus stellt in seiner gesamten Tätigkeit die demokratiepolitische Aufgabe des Journalismus nachvollziehbar und transparent vor die Absicht der Erzielung von Gewinnen: Er folgt in seiner journalistischen Arbeit den etablierten Standards wie Unabhängigkeit, Faktizität, Ethik, Publikumseinbindung und Qualitätskontrolle und leistet einen Beitrag zu Debatten von öffentlichem Interesse. Die Organisations- und Rechtsform ist darauf ausgerichtet, das Medium nachhaltig abzusichern und allfällige Gewinne überwiegend in Journalismus zu reinvestieren. Die Unternehmenskultur garantiert eine adäquate, rechtskonforme Bezahlung der Mitarbeitenden, schafft ein kooperatives Arbeitsklima und schützt Mitarbeitende vor Interessenskonflikten und äußerem Druck.
2026 legen wir mit der Studie „Gemeinwohlorientierter Journalismus in Österreich“ erstmals empirische Daten zum Sektor und Vorschläge zu seiner Unterstützung vor.

