Fünf Schritte für eine bessere Notfallversorgung

  • Pressekonferenz

  • 09. Oktober 2026, 10:00 Uhr

  • BVRD - Bundesverband Rettungsdienst & ÖGKV - Österreichischer Gesundheits- und Krankenpflegeverband

PRESSEGESPRÄCH

Allianz für eine zukunftsfähige Patient:innenversorgung

Rettungsdienst und Pflege denken Versorgung gemeinsam weiter:
Fünf Schritte für eine bessere Notfallversorgung

Österreichs Notfallversorgung steht unter Druck. Ein Teil der Überlastung ist strukturbedingt und wäre lösbar

Jährlich steigende Rettungseinsätze, überfüllte Notaufnahmen, lange Wartezeiten und belastetes Personal zeigen, wie sehr Rettungsdienst und Notaufnahmen unter Druck steht. Hitzewellen, Grippewellen und die Covid-19-Pandemie haben das Gesundheitssystem in den vergangenen Jahren immer weiter gefordert. Gleichzeitig verschärfen der demografische Wandel und Lücken in der niedergelassenen Versorgungsstrukturen die Lage.

Noch immer führt ein großer Teil der Rettungsdiensteinsätze aus strukturellen Gründen zu einem Transport in die nächstgelegene Notaufnahme/Spitalsambulanz, auch dann, wenn andere Versorgungswege und eine gezielte Zuweisung an einen geeigneten Point of Care sinnvoll und möglich wären. Die Folge: Patient:innen werden durch das System „verschoben“, es entstehen Doppelgleisigkeiten, unnötige Wartezeiten, Frustration bei Personal und Patient:in sowie vermeidbare Kosten.

Das muss sich ändern. Wir brauchen ein Versorgungssystem, das vorhandene Qualifikationen besser nutzt, Kompetenzen ausbaut und Patient:innen an der richtigen Stelle versorgt. Hier sind insbesondere Sanitäter:innen und Pflegekräfte gefordert. Der Rettungsdienst kann hier Drehscheibe dienen, um die passende Versorgung in der passenden Zeit für Patient:innen etablieren, anstatt als einzig möglichen Weg die spezialisierte Notaufnahme anzusteuern.

Der Bundesverband Rettungsdienst (BVRD.at) und der Österreichische Gesundheits- und Krankenpflegeverband (ÖGKV) legen deshalb gemeinsam fünf konkrete Schritte für eine bessere Notfallversorgung vor: für besser qualifizierte Sanitäter:innen, sichere Versorgungswege, verbindliche Kommunikations- und Übergabemöglichkeiten und eine Finanzierung, die diese Versorgungswege ermöglicht.

Rettungsdienst und Pflege denken Versorgung dabei gemeinsam weiter: berufsgruppen-, und sektorenübergreifend, kompetenzorientiert und konsequent aus Sicht der Patient:innen.

 Es sprechen:

  • Clemens Kaltenberger, 
Bundesverband Rettungsdienst (BVRD.at)
  • Mag. Elisabeth Potzmann
, Österreichischer Gesundheits- und Krankenpflegeverband (ÖGKV)
  • Florian Zahorka, BA MA
Bundesverband Rettungsdienst (BVRD.at)
  • Matthias Hellmair, MBA
Bundesexpert:innengruppe Notfallpflege, ÖGKV

Anfragen an:
Dr. Claudia Schwarz, Bundesverband Rettungsdienst
Mobil: +43 676 912 2819 | E-Mail: