PRESSECLUB CONCORDIA

Erste Egon Erwin Kisch Stipendien vergeben
12. Dezember 2012

Drei aufwändige Rechercheprojekte erhalten mehr als 20.000 Euro




Wien, 12. 12. 2012


Erste Egon Erwin Kisch Stipendien vergeben
Drei aufwändige Rechercheprojekte erhalten mehr als 20.000 Euro

Gemeinsam mit dem Oberösterreichischen Presseclub und mit fördernden Mitgliedern hat der Presseclub Concordia einen Fonds für Recherche-Stipendien eingerichtet. In Erinnerung an die Verdienste des „rasenden Reporters“ für die Entwicklung des Journalismus wurden Fonds und Stipendium nach Egon Erwin Kisch benannt.

Mit diesen Egon-Erwin-Kisch-Stipendien sollen investigative Rechercheprojekte finanziell und ideell unterstützt werden. Für die ersten Recherchestipendien sind insgesamt beim OÖ Presseclub und beim Presseclub Concordia 36 Bewerbungen eingegangen. Das Themenspektrum reichte von Recherchen zum Whitebook über Journalismus in Kroatien, zu den Methoden der europäischen Grenzschutzbehörde Frontex, über Ergebnisse der Geldtransfers von türkischstämmigen Gastarbeitern in ihr Heimatland Türkei bis hin zu investigativen Recherchen über global agierende Unternehmen. Viele Einreichungen hatten aufwändige Reportagen zum Ziel – so zum Beispiel die Auswirkungen des Braunkohleabbaus auf die Bevölkerung in der Provinz Tete/Mosambik oder Thilafushi - die Müllinsel des Urlaubparadieses Malediven.

Unterstützt werden heuer 3 Rechercheprojekte mit jeweils € 10.000 bzw. € 3.500:
• ein aufwändiges investigatives Rechercheprojekt über die weltweiten Aktivitäten eines österreichischen Unternehmens

• eine Filmdokumentation über Recherchen in Afghanistan und in den USA

• ein Reportage-Projekt von drei Journalismus-Studierenden über „Pakistans ungehörte Jugend“

Zusätzlich können die StipendiengewinnerInnen auf Einladung des fjum an einem exklusiven Workshop mit dem mehrfach ausgezeichneten investigativen US-Reporter, Autor und Kriegsberichterstatter T. Christian Miller teilnehmen

Der Egon Erwin Kisch Stipendienfonds ist mit rund € 20.000 gefüllt. Rund die Hälfte stiftet der Presseclub Concordia; zu den Förderern zählen neben dem OÖ Presseclub und dem fjum_Forum für Journalismus und Medien Wien, Red Bull Media House, Oberösterreichische Nachrichten, Salzburger Nachrichten, NEWS Verlag, Wiener Zeitung, VÖZ – Verband Österreichischer Zeitungen und die Industriellenvereinigung. Über die Stipendienvergabe entscheidet ein unabhängiger Fachbeirat unter dem Vorsitz von Christine Haiden, Chefredakteurin der Welt der Frau und Präsidentin des OÖ Presseclubs.

Die Bewerbungsfrist für die nächsten Egon Erwin Kisch Recherchestipendien läuft bis 30. Juni 2013. Bewerben können sich Journalistikstudierende, angestellte JungredakteurInnen und freie JournalistInnen aus dem Print-, Online-, Hörfunk- oder TV-Bereich. Die jeweiligen Stipendiaten können von erfahrenen JournalistInnen begleitet werden, die als MentorInnen bei der journalistischen Arbeit zur Seite stehen.

Bewerbungen entweder an office@concordia.at oder an ooe.@presseclub.at