PRESSECLUB CONCORDIA

Mehr Geld für Qualität in den Medien
November 2012

Gemeinnützige Organisationen legen Kriterienkatalog für „Presseförderung neu“ vor



Mehr Geld für Qualität in den Medien

Gemeinnützige Organisationen legen Kriterienkatalog für „Presseförderung neu“ vor

Wesentlich mehr Geld im Presseförderungstopf, vor allem zur Förderung von Qualität in den Medien, forderten am Montag die vier gemeinnützige Organisationen fjum, KfJ, Presserat und Concordia. Neben einer effektiven Qualitätsförderung im Bereich Weiterbildung sollen auch demokratiepolitisch relevante Onlinemedien künftig Fördergeld erhalten.

Wien - Vielfalts- und Qualitätsförderung stehen im Zentrum des Kriterienkataloges, den fjum_forum journalismus und medien wien, Kuratorium für Journalistenausbildung, Österreichischer Presserat und Presseclub Concordia gemeinsam mit ExpertInnen aus Wissenschaft, Print- und Onlinemedien erarbeitet haben. Zentrale Forderungen sind:
· Erhöhung und Ausweitung in Richtung Medienförderung, die Verschiebung der bisherigen allgemeinen Vertriebsförderung hin zu einer Förderung, die sich an überprüfbaren Kriterien orientiert.
· Demokratiepolitische Relevanz ist grundlegende Voraussetzung für Medienförderung.
· Nur wer ethische Grundregeln und die Selbstkontrolle durch den Presserat akzeptiert, soll in den Genuss von Fördergeld kommen.

„Eine moderne Medienförderung bedeutet nicht, notleidende Medien zu subventionieren, sondern eine Investition in die Infrastruktur der Demokratie“, betonte der Klagenfurter Medienökonom und Ethikprofessor Matthias Karmasin.

Zur Förderung der Vielfalt sollen nach den Vorstellungen der vier Organisationen sowohl ein wettbewerbsneutraler Vertrieb, die Fixkosten von Redaktionen mit einer Mindestzahl von angestellten JournalistInnen, als auch die digitale Entwicklung und die Medienkompetenz gefördert werden.

Bei der Qualitätsförderung setzen sie auf professionelle Standards, qualitätsgesicherte Aus- und Weiterbildung sowie auf Innovationen zur Zukunftssicherung.

Der Kriterienkatalog für eine „Medienförderung neu“ wurde am Montag im Presseclub Concordia Stakeholdern aus der Medienbranche präsentiert. Weitere Diskussionsergebnisse werden eingearbeitet, das Ergebnis den politischen Entscheidungsträgern übermittelt. Bekanntlich steht die Neuordnung der Presseförderung noch auf der Liste der nicht erledigten Punkte aus dem Koalitionsübereinkommen der Bundesregierung. Die Reform ist dringend notwendig und sollte nicht bis nach den Wahlen 2013 aufgeschoben werden, so die Organisationen.

Rückfragehinweis:


Dr. Daniela Kraus, fjum,
Tel. (01) 99 72 796
Mag. Elisabeth Wasserbauer, KfJ,
Tel. (0662) 83 41 33-0
Mag. Alexander Warzilek, Österreichsicher Presserat,
Tel.: (01) 23 699 84 -01
Dr. Astrid Zimmermann, Presseclub Concordia,
Tel.: (01) 533 85 73