PRESSECLUB CONCORDIA

CONCORDIA
5. September 2011

Einstieg in den Journalismus fördern

Internationale Sommerakademie für Journalismus und PR

Vaduz - 10 Jungjournalistinnen recherchierten, führten Interviews, produzierten Straßenumfragen, schrieben Berichte, Kolumnen und Presseinformationen, besuchten Redaktionen und internationale Unternehmen. Das alles stand auf dem Programm der zweiten Internationalen Sommerakademie für Journalismus und PR an der Universität Liechtenstein, deren Partner auch der Presseclub Concordia ist.
Im Unterschied zu 2010 waren heuer alle Teilnehmerinnen weiblich. „Ein Zufall, der sich im Laufe des Auswahlverfahrens ergeben hat“, sagt Lehrgangsleiterin Claudia Schanza. Gemeinsam mit Astrid Zimmermann, Generalsekretärin des Presseclubs Concordia, bot die Journalistin den jungen Talenten aus dem Vierländereck ein praxisorientiertes Training sowie Kontakte zu Redaktionen, Wirtschaft und Politik. Der Pressclub Concordia unterstützte die Ausbildung heuer zum zweiten Mal ideell und personell. Seine ethischen und journalistischen Maßstäbe gelten als Kriterium für jenen Qualitätsjournalismus, für den in diesen vier Wochen das Fundament gelegt wird.

Das Handwerk Journalismus

Im Zuge der Sommerakademie lernten die Jungjournalistinnen das Handwerk wirklich von der Pieke auf: Gute Themen finden, richtig recherchieren, Relevanz und Objektivität einschätzen und kritische Distanz wahren. Sie nahmen an Redaktionssitzungen teil und veröffentlichten bereits zahlreiche Porträts, Reportagen und Kolumnen für die beiden Liechtensteiner Tageszeitungen „Vaterland“ und „Volksblatt“. Dabei definiert Claudia Schanza das Ziel klar: „In zwei Jahren möchte ich Geschichten der Absolventinnen in Medien von Liechtenstein, Österreich und die Schweiz bis nach Deutschland lesen.“ Um dies in die Tat umzusetzen gibt es klare Kriterien, sagt Astrid Zimmermann: „Ein guter Journalist ist vor allem in der Lage professionelle Distanz zu wahren. Er brennt für eine gute Story, weiß aber gleichzeitig, dass er selbst nicht im Mittelpunkt steht. Zudem muss er ein Gespür dafür haben, was eine Geschichte ist.“

Prominente Unterstützung

Lehrgangsleiterin Schanza holte sich tatkräftige Unterstützung durch Referenten von internationalem Rang und Namen: Thomas Seifert von der „Presse“ zeigte den Jungjournalistinnen, wie man in Krisengebieten einen kühlen Kopf bewahrt und nebenbei auch noch filmt, schreibt und bloggt. Der studierte Jurist Peter Resetarits (ORF-Bürgeranwalt) erzählte allerhand Wissenswertes über Themenauswahl und den Fernsehalltag. Kolumnistin Marga Swoboda (Kronen Zeitung) nahm den Teilnehmerinnen die Scheu kritische und hemmungslose Kolumnen zu verfassen. Zudem besuchten die zehn Studentinnen die Redaktionen von „Vaterland“ und „Volksblatt“, die Bregenzer Festspiele sowie das Vorzeigeunternehmen Hilti in Schaan.

Ziele und Wünsche der Jungjournalistinnen

Die Unibank zu drücken ist im August nicht gerade der Traum junger Frauen. Doch die Teilnehmerinnen hatten klare Ziele, haben hart dafür gearbeitet und bei Temperaturen von bis zu 35 Grad auch manchmal geschwitzt. Lohn für die Mühen waren nicht nur viele Erfahrungen sondern auch ein CAS-Diplom mit 10 ECTS-Punkten, die für viele Studien angerechnet werden. Barbara Essig ist aus Wien angereist und lebte vier Wochen im Studentenheim: „Ich habe die Sommerakademie gemacht, weil ich herausfinden wollte, ob ich etwas mit Journalismus beziehungsweise er etwas mit mir anfangen kann. Mittlerweile glaub ich, dass wir ganz gut zusammenpassen.“ Madeleine Grawehr aus der Schweiz zieht ebenfalls ein klares Resumeé: „Die Sommerakademie fordert und fördert: Gefordert wurden wir durch unsere langen Arbeitstage und die anspruchsvollen Hausaufgabenserien bis tief in die Nacht. Dieses An-die-Grenzen-gehen hat uns aber auch persönlich entwickelt und deshalb gefördert.“

Autorin:
Victoria Fitz, 26, aus Lustenau absolvierte die Internationale Sommerakademie für Journalismus und PR an der Universität Liechtenstein.