PRESSECLUB CONCORDIA

Concordia Preise 2017
Mittwoch, 4. April 2018

Concordia Lebenswerkpreis an Furche-Herausgeber Heinz Nußbaumer

Für sein Engagement für die Pressefreiheit wird ARD-Korrespondent Arnd Henze ausgezeichnet; den Publizistikpreis für Menschenrechte erhält Nina Strasser

Die Concordia Preisträger 2017 verbindet eine herausstechende Eigenschaft: Sie verfolgen mit großer Ausdauer ihr Anliegen. So wird Concordia Vorstandsmitglied Prof. Heinz Nußbaumer für seinen langjährigen und anhaltenden Einsatz für die Freiheit des Journalismus, für Ethik und höchste journalistische Seriosität mit dem Ehrenpreis für sein Lebenswerk ausgezeichnet.
Der ARD-Hauptstadtkorrespondent Arnd Henze erhält den Publizistikpreis in der Kategorie Presse- und Informationsfreiheit für seine akribische Recherche und seine journalistische Aufdeckungsarbeit rund um den Datenmissbrauch und die Aberkennung von Akkreditierungen für 32 JournalistInnen und Fotografen beim G20-Gipfel in Hamburg.
Und die Journalistin und Fotografin Nina Strasser wird mit dem Publizistikpreis in der Kategorie Menschenrechte geehrt, vor allem für ihre Reportage „Ein Jahr mit Günter“, für die sie ein Jahr lang in regelmäßigen Abständen den Obdachlosen Günter begleitet und seine Erlebnisse und Erfahrungen dokumentiert hat.

Genaue Jurybegründung im PDF-Dokument.

Zu den Personen:
Prof. Nußbaumer war mehr als zwei Jahrzehnte lang Außenpolitikchef der Tageszeitung KURIER und brachte uns als solcher den Nahen Osten und die arabische Welt näher. Ab 1990 arbeitete er als Pressechef und Sprecher der Präsidentschaftskanzlei, zuletzt auch als ORF-Moderator von „Philosophicum“ und „kreuz&quer“ und als Autor mehrerer Bücher. Seit 2003 ist Nußbaumer Herausgeber der Wochenzeitung „Die Furche“. Neben seinem Engagement für journalistische Qualität setzte er sich in unterschiedlichen Rollen für interreligiösen Dialog und Verständnis zwischen den Weltreligionen ein.

Arnd Henze studierte internationale Politik und Evangelische Theologie. Seine ersten journalistischen Gehversuche machte er schon als Schüler bei einer Lokalzeitung und wurde dann Reporter und Moderator beim Jugendfunk des NDR. Seit 1992 arbeitet er als Reporter und Redakteur beim WDR, zuletzt für den ARD-Weltspiegel und als stellvertretender Leiter der Außenpolitik. Seit 2012 ist er im ARD-Hauptstadtstudio zuständig für das Ressort Außenpolitik, aber auch für Berichte aus dem Kanzleramt, für Justiz, Verbraucherschutz und Umwelt-Themen u.a.m.

Nina Strasser begann zunächst eine recht erfolgreiche Sport-Karriere: als Jugendliche im Judo, später wechselte sie zum Ringen, gewann 1997 Bronze bei den Europameisterschaften. Nach ihrer Sportkarriere startete Strasser eine zweite Karriere als Sportjournalistin bei den Salzburger Nachrichten, später für das Magazin News. Heute arbeitet die Salzburgerin als freie Autorin und Fotografin unter anderem auch für den FALTER.


Arnd Henze
© Solveig Boehl
Nina Strasser
© Ricardo Herrgott